CMS-Systeme im Vergleich

An einer eigenen Internetseite kommt heutzutage eigentlich kein Unternehmen mehr vorbei. Dabei sollen Inhalte, wie Produktdaten, Events oder Angebote möglichst aktuell gehalten werden.

Ein gut eingerichtetes CMS ermöglicht daher auch technisch weniger versierten Personen, auf einfache Weise Inhalte in die Webseite einzupflegen.

Nun gibt es verschiedene kostenlose CMS, die in der Regel unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht sind. Zu den wichtigsten Programmen zählen im internationalen Raum Drupal, WordPress und Joomla. Alle sind für Suchmaschinen gut optimiert und damit hoch in den Google-Trends.

Vor allem in den deutschsprachigen Ländern ist Typo3 weit verbreitet und wird in vielen verschiedenen Bereichen erfolgreich eingesetzt. Hauptkriterium für die Auswahl des passenden CMS bleibt aber vor allem das Einsatzgebiet. So wird man einen Blog am Einfachsten mit WordPress, dem bekanntesten aller Blog-Systeme einrichten.

Für Unternehmen, die eine komplexe Internetseite unterhalten wollen, stellen Drupal und Typo3 die nötige Flexibilität bereit. Insbesondere eine kleine Webseite, zum Beispiel die des örtlichen Fußballvereins oder eine Informationsseite einer ehrenamtlichen Organisation, kann erfolgreich mit Joomla betrieben werden, wobei sogar auf einfache Weise ein gelungenes Webdesign umgesetzt werden kann.

Damit Sie aus der Vielzahl von CMS sich das passende heraussuchen können, sollen Ihnen für Ihre Entscheidungsfindung hier einmal kurz drei der wichtigsten Systeme vorgestellt werden, nämlich Joomla, Typo3 und WordPress.

Einfach und mit vielen Funktionen: Joomla

Das CMS Joomla ist eine beliebte Alternative für alle diejenigen, die schnell und unkompliziert eine Webseite erstellen möchten. Zwar sollte man sich auch hier bei der Installation mit grundlegenden Dingen, wie der Einrichtung einer MySQL-Datenbank, ein wenig auskennen, aber dank eines einfachen Template-Systems sind nach der Installation fix die ersten Inhalte für die eigene Webseite erstellt. Sollten Sie doch einmal eine Funktion vermissen, dann lohnt es sich nachzuschauen, ob nicht eine kostenlose oder hochwertige kostenpflichtige Erweiterung existiert, die diese Funktion bereitstellt. So existieren viele Erweiterungen zur Suchmaschinenoptimierung, zur Einbindung sozialer Netzwerke oder rund um das Thema E-Commerce. Auf diese Weise profitieren Sie von der aktiven Community von Joomla, von der bereits viele praktische Erweiterungen programmiert worden sind, damit beinahe jedes Webdesign und fast jede Idee für eine Internetseite mit Joomla erfolgreich umgesetzt werden kann. Auch darum ist Joomla zu einem der beliebtesten CMS aufgestiegen.

Für große Unternehmen: Typo3

Vor allem in Deutschland wird das CMS Typo3 gerne genommen. Im Gegensatz zu Joomla richtet sich Typo3 aber eher an Fortgeschrittene. So bietet einem das Programm zwar unzählige und mächtige Funktionen, eine Internetseite genau nach den eigenen Wünschen zu gestalten, aber gleichzeitig können Neulinge mit der Komplexität leicht überfordert sein. Besonders das im CMS integrierte sogenannte TypoScript setzt ein Grundverständnis im Programmieren voraus. Im Gegensatz dazu ist Joomla wesentlich leichter gestaltet und ermöglicht auch Anfängern, ihre Webseite mit einem ansprechend Webdesign dank zahlreicher Templates schnell umzusetzen. Allerdings schätzen Experten den Funktionsumfang von Typo3, um auch ungewöhnliche Konzepte umzusetzen. Für einfache Webseiten mit einem konventionellen Webdesign, wie sie im Internet zuhauf existieren, genügt aber in der Regel ein möglichst bedienerfreundliches System wie Joomla.

Für Blogs: WordPress

Das Internet ist ein Hort der Meinungsvielfalt. Eine Möglichkeit, sich im digitalen Bereich zu engagieren, stellen sogenannte Blogs dar. Blogsysteme müssen dabei besondere Anforderungen erfüllen. So müssen auf einfache Weise im Browser oder über eine App die wichtigsten Textformatierungen bereitstehen. Eine Internetseite wird aber erst dann zu einem richtigen Blog, wenn bestimmte Funktionen im CMS vorhanden sind. Insbesondere die Möglichkeit, dass Besucher einen Artikel kommentieren können, um so vielleicht wichtige Anregungen zu geben, wird gerne genutzt. WordPress bringt als ausgesprochenes Blogsystem selbstverständlich von Hause aus eine Kommentarfunktion für die eigene Internetseite mit. Wer seine bestehende Joomla-Webseite nun mit einem Blog nachrüsten will, muss nicht unbedingt WordPress parallel dazu installieren. In Joomla ist nämlich mit pfiffigen Erweiterungen die Möglichkeit gegeben, einen Blog auf seiner Internetseite einzurichten.

Gerade für Gelegenheitsblogger, die die Funktionen von Joomla nicht missen möchten, ist dies eine praktische Funktion. Wenn Sie allerdings viel bloggen möchten, dann erhalten Sie mit WordPress ein direkt auf diesen Anwendungsbereich zugeschnittenes System, das die wichtigsten Funktionen zur Erstellung einer Internetseite mit einem Blog bereits integriert hat.FazitWer nun eine professionelle Internetseite betreiben möchte, sollte sich entweder intensiv mit der zu Grunde liegenden Technik auseinandersetzen, einen Experten in Sachen Webdesign zu Rate ziehen oder einfach ein CMS wählen, das sich durch eine bedienerfreundliche Installation, eine einfache Wartbarkeit und komfortable Funktionen auszeichnet.

Je nach Einsatzzweck wird verschiedenen Programmen den Vorzug gegeben. Im Bereich der Blogs ist WordPress sicher unangefochtener Spitzenreiter. Aber auch für ganze Unternehmensauftritte wird zunehmend zu WordPress gegriffen.

Aber auch Joomla und Typo3 haben ihre Berechtigung, wenn es um das Erstellen einer größeren Webseite geht. Insbesondere Joomla hilft mit komfortablen Funktionen Neulingen beim Einrichten der Webseite und unterstützt sogar Profis beim Webdesign. Schenkt man den Statistiken zur Verbreitung der CMS Glauben, so steht WordPress auf Platz 1, direkt gefolgt von Joomla. Typo3 wird seltener eingesetzt. Alle drei Systeme sind aber so weit verbreitet, dass man, egal für welches man sich entscheidet, keinesfalls ein totes Pferd reitet. Rund um WordPress, Joomla und Typo3 gibt es rege Communities, die die Entwicklung des jeweiligen CMS auch unter Berücksichtigung neuer Trends im Webdesign vorantreiben.